Gemeinde Gutach i. Br. | Bürger-Service - Ämter-Service - Forstwirtschaft
Forstwirtschaft
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| Gutach | Landkreis EM | |
| Fläche ( ha ) | 2477 | 67979 |
| Waldfläche ( ha ) | 1313 | 30590 |
| Bewaldungsprozent | 53 % | 45 % |
| Einwohner | 4309 | 143230 |
| Wald je 100 Einwohner ( ha ) | 30,5 | 21,4 |
Waldfunktionen
Die Erholungs- und Schutzfunktionen haben eine relativ große Bedeutung im Gemeindewald Gutach. Im Durchschnitt ist jeder Hektar Wald mit 1,4 Waldfunktionen belegt.
Landschaftsschutzgebiet
Das Simonswäldertal wurde bereits 1942 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der Gemeindewald an den Nord- und Südhängen des Tales gehören ihm vollständig an.
Für das Landschaftsschutzgebiet sind pflegliche Nutzungen vorgeschrieben. Die ordnungsgemäße Waldwirtschaft zählt zu den "pfleglichen Nutzungen" im Sinne der Verordnung.
Bestandsverhältnisse
Baumarten
Die nachfolgende Tabelle zeigt die aktuelle Baumartenzusammensetzung und deren Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten ( alle Angaben in % ):
| Baumart | Fichte | Tanne | Douglasie | Kiefer | Lärche | Buche | Sonstiges Laubholz | Blöße |
| 1980 | 32 | 29 | 15 | 4 | 2 | 14 | 3 | 1 |
| 2000 | 29 | 24 | 19 | 3 | 2 | 17 | 6 | 0 |
| Differenz | -3 | -5 | +4 | -1 | 0 | +3 | +3 | -1 |
Obwohl der Laubholzanteil um 6% angestiegen ist, handelt es sich noch eindeutig um einen stark nadelholzbestimmten Betrieb ( 77% Nadelholz, 23% Laubholz ).
Bei den Hauptbaumarten sind die Anteile von Fichte und Tanne deutlich zurückgegangen, während die Anteile von Buche und Douglasie anstiegen.
Langfristige Baumartenplanung
Auf Grundlage der Standortskartierung und unter Berücksichtigung der Waldfunktionen sowie der Eigentümerzielsetzung wurde das langfristige Baumartenverhältnis erstellt.
Das Ergebnis ist in folgender Tabelle im Vergleich zu dem aktuellen Baumartenverhältnis dargestellt
(alle Angaben in %):
| Baumart | Fichte | Tanne | Douglasie | Kiefer/Lärche | Buche | Sonstiges Laubholz |
| Aktuell | 29 | 24 | 19 | 5 | 17 | 6 |
| Erstrebt | 20 | 25 | 17 | 3 | 25 | 10 |
| Differenz | -9 | +1 | -2 | -2 | +8 | +4 |
Der Gemeindewald wäre von Natur aus ein Laubholzbetrieb mit Tannenbeteiligung. Die Buche wäre die bestimmende Baumart.
Der Nadelholzanteil soll von derzeit 77% auf 65% gesenkt werden. Diese Reduktion betrifft vor allem die Fichte die derzeit auf vielen für sie ungünstigen Sommerhangstandorten steht, dort geringe Zuwachsleistung zeigt und nicht betriebssicher ist.
Die Anhebung der Buchenanteile stellt kein Problem dar, da die Buche bei allen geplanten Verjüngungsflächen führend oder zumindest beteiligt ist. Daneben ist die Buchennaturverjüngung sehr vital.
Unter Ausnutzung der kleinstandörtlichen Gegebenheiten sollen andere Laubbaumarten wie Eiche, Esche, Kirsche, Nussbaum, Ulme, Linde usw. verstärkt beteiligt werden.
Vorrat
Der Holzvorrat liegt derzeit im Gemeindewald bei 66.500 Festmetern ( m3 ), was einem durchschnittlichen Vorrat von ca. 420 Festmetern je ha ( 10.000 m2 ) entspricht. Dies liegt deutlich über dem Sollvorrat von ca. 380 Fm je ha. Es handelt sich also um sehr vorratsreiche Bestände.
Hiebsatz
Für den Planungszeitraum 1994 bis 2003 ist im Gemeindewald eine jährliche Nutzung von 1.200 Fm vorgesehen. Dies entspricht einem Hiebsatz von 8 Fm je ha und bewegt sich damit im Rahmen der Nachhaltigkeit.
Bewirtschaftung/Preise
Die Gemeinde beschäftigt keine eigenen Waldarbeiter. Die Arbeiten werden durch Landwirte oder durch Forstwirte der Nachbargemeinde Simonswald durchgeführt.
Die fachliche Zuständigkeit für Planung, Durchführung, Abrechnung und Kontrolle aller Maßnahmen im Gemeindewald obliegt dem Staatlichen Forstamt Waldkirch. Die Organisation der notwendigen Forstbetriebsarbeiten wird durch den Revierleiter des Forstreviers Gutach wahrgenommen.
Derzeitige
Holzpreise (Baden-Württemberg):
Unter www.wald-online.bw.de
sind sämtliche Meistgebotstermine und Losverzeichnisse der Landesforstverwaltung
Baden-Württemberg einsehbar und abrufbar.
Links rund um das Holz
Service
unter www.infoholz.de:
Frei wählbares Newsletter-Angebot und interaktives Forum zu Fachfragen
rund um die Forst- und Holzwirtschaft (HAF, Bonn).
Elektronische
Datenschnittstelle für Holzdaten "Eldat"
Schnittstellenstandard Eldat ersichtlich
unter
eldat.infoholz.de
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat gemeinsam mit dem
Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) den bundeseinheitlichen
Schnittstellenstandard "Eldat" fertiggestellt. Künftig können sämtliche
Holzdaten auf elektronischem Weg zwischen den Betrieben der Forst- und
Holzwirtschaft übermittelt werden.
Kontaktmöglichkeiten
Ansprechpartner ist die Gemeindeverwaltung oder der Leiter des Forstreviers Gutach